Kunstfutterbau: Bedeutung

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Fläche der Kunstwiesen

Die Anteile der Kunstwiesen betragen im schweizerischen Durchschnitt (2019), gemessen …

  • an der Landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) rund 12%,
  • an der Raufutterfläche (inkl. Silomais, ohne Sömmerungsweiden) rund 16%
  • an der Ackerfläche knapp ein Drittel.

Schwankungen

Die statistischen Angaben der letzten 25 Jahre zeigen für die Kunstwiesenfläche beachtliche Schwankungen.

  • Im Jahr 1996 zählte man 111'000 ha (gut 10% der LN)
  • Für 2000 sind 115'000 ha ausgewiesen (11% der LN)
  • 2010 stieg die KW-Fläche auf 132'000 ha (12.5% der LN)
  • Und fiel 2018 wieder auf 123'000 ha (knapp 12% der LN).

Dieses «Auf und Ab» ist eine Konsequenz aus den je nach Zeitabschnitt erfolgten Änderungen bei den agrarpolitischen Fördermassnahmen für Ackerkulturen sowie besseren bzw. schlechten Erwartungen beim entsprechenden Markterlös. Die Deckungsbeiträge für fast alle Getreidearten fielen in dieser Epoche deutlich, hingegen wurden Raps und Hülsenfrüchte teils klar attraktiver. Die Kunstwiesen scheinen in diesem Spiel eine Art von passiver Pufferfunktion einzunehmen.

Regionale Unterschiede bei den Kunstwiesenflächen

  • Die höchsten Kunstwiesen-Anteile an der LN weisen die Kantone Bern (18%), Fribourg und Luzern (je 17%), Jura und Aargau (je 16%) auf.
  • Die tiefsten naturgemäss diejenigen im typischen Naturwiesen- bzw. Berggebiet oder Regionen mit grossflächig sehr trockenen Lagen.

Mehr oder weniger Kunstwiesen in der Fruchtfolge

  • Besonders tiefe Kunstwiesen-Anteile im Ackerland («Fruchtfolge-Fläche») finden sich in den Kantonen Genf und Schaffhausen (je rund 9%).
  • Im Mittelfeld liegen Waadt, Zürich, Aargau, Tessin, Thurgau (21 – 27%) und Solothurn (30%).
  • Ausgeprägt viele Kunstwiesen in der Fruchtfolge legen die Landwirte in den Kantonen Fribourg, Wallis, St. Gallen und Jura (35 – 38%), Baselland, Bern und Neuenburg (40 - 43%) sowie Luzern und Graubünden (47 – 49%) an.
     

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