Kunstwiesen: Mischungstypen

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Gras-Weiderotklee-Mischungen

Saatjahr und 2 Hauptnutzungsjahre

Die Standardmischungen SM 360, SM 362 und ähnlich zusammengesetzte Mischungen der Samenfirmen sind mit dem AGFF-Gütezeichen in grüner Farbe und dem grossen Buchstaben P gekennzeichnet.

Die AGFF-Gütezeichen auf den SM - eine Auswahl

Auf Betrieben, denen für den Futterbau nur wenig Stickstoff zur Verfügung steht (z.B. viele Ackerkulturen, besonders im Biolandbau), kann das Gras-Weissklee-Verhältnis in herkömmlichen Weidemischungen kaum so gelenkt werden, dass der Weissklee nicht unvorteilhaft dominiert.
Seit kurzer Zeit steht ein neuer Rotkleetypus – der sogenannte Weiderotklee – zur Verfügung. Er vermehrt sich nicht durch Ausläufer (wie der Weissklee) und kann auch bei geringem Stickstoffangebot nicht dauerhaft gegenüber den Gräsern überhandnehmen. Zudem ist er vergleichsweise trockenheitstolerant. Dank seiner eher niedrigen Wuchsform erträgt er die Beweidung (in tiefen und mittleren Lagen etwa 5 Nutzungen) mit Ausnahme der Kurzrasenweide gut.
Dieser Mischungstyp nutzt die besonderen Eigenschaften des Weiderotklees.

Wichtig

  • SM 360 wurde für frische Lagen mit genügend Niederschlag entwickelt.
  • SM 362 ist auf mehrheitlich trockene Bedingungen ausgerichtet. Sie enthält deshalb auch den feinblättrigen, trockenheitstoleranten Rohrschwingel.
  • Beide SM verlangen eine höhere Nutzungsintensität, als man sich üblicherweise von Rotklee gewohnt ist.
  • Weiderotklee ist weniger ausdauernd als Weissklee. Deshalb gilt für die Nutzungsdauer dieser Mischungen: Saatjahr und maximal 2 Hauptnutzungsjahre.