Kunstwiesen: Mischungstypen

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Kenn-Nummern der Standardmischungen

Für die schriftliche und die mündliche Kommunikation über die Standardmischungen (SM) hat sich seit Jahren ein System mit Kurzbezeichnungen (Codes) etabliert. Dabei werden die SM mit dreistelligen Kenn-Nummern versehen. Oft wird die Nummer mit einem oder mehreren Buchstaben ergänzt, die rasch auf eine wichtige Besonderheit des Mischungstyps schliessen lassen.

Wie die Kenn-Nummern aufgebaut sind

Hier einige nützliche Hinweise darauf, wie die Codes aufgebaut bzw. zu lesen sind:

Die erste Ziffer des Codes entspricht der Nutzungsdauer, für welche diese Mischung konzipiert wurde. Beispiele:

  • 1XX = Einjährige Mischung, 1 Hauptnutzungsjahr, keine Überwinterung.
  • 3XX = Dreijährige Mischung, Saatjahr + 2 Hauptnutzungsjahre, 2 Überwinterungen.
  • 4XX = Längerdauernde Mischung, Saatjahr + drei oder mehr Hauptnutzungsjahre.

Die zweite Ziffer des Codes weist auf eine agronomisch entscheidende Pflanzenart in der Mischung hin. Beispiele:

  • X3X = Die G-oder G*-Mischung enthält Knaulgras.
  • X4X = Die G- oder G*-Mischung enthält kein Knaulgras.
  • 45X = Diese SM eignen sich ausschliesslich als ausdauernde, spät zu schneidende Heuwiesen. Sie basieren auf den Gräsern Fromental oder Goldhafer oder Aufrechte Trespe.
  • X6X oder 48X = Diese SM basieren auf Weidegräsern und sind somit typische Weide-Mischungen.
  • 49X = Diese SM kommen ausschliesslich in Hochlagen zum Einsatz.

Die dritte Ziffer des Codes macht eine Aussage über die Standorteignung des Mischungstyps (gilt nicht für die einjährigen SM).

  • XX0 = Alle SM mit der Endziffer Null eignen sich für raigrasfähige Lagen.
  • XX≠0 = Alle SM mit einer andern Endziffer sind in den nicht raigrasfähigen Lagen einzusetzen.

Die Zusatzbuchstaben weisen direkt auf eine oder zwei Besonderheiten der dreijährigen und längerdauernden Mischungstypen hin. Beispiele:

  • M = Mattenklee (ausdauernder Rotklee) ist Haupt-Mischungspartner in dieser SM.
  • L = Luzerne ist Haupt-Mischungspartner in dieser SM.
  • E = Esparsette ist Haupt-Mischungspartner in dieser SM.
  • G oder G* = In diesen SM sollen die Gräser über die gesamte Nutzungsdauer hin die Hauptrolle spielen. Dadurch sind sie für alle Nutzungsarten von der Weide bis zur Bodentrocknung geeignet.
    Die längerdauernden G-Mischungen werden mit einem Stern als G* bezeichnet.
  • P = Weiderotklee ist Mischungspartner in dieser für die Weidenutzung (pâture / pascolo) geeigneten SM.
  • U = Die SM ist ausschliesslich für die Uebersaat geeignet (gilt auch für zweijährige SM).
  • CH = Zweijährige SM, die ausschliesslich schweizerische Zuchtsorten enthalten, werden mit diesem Zusatz ausgezeichnet. Sie sind ausdauernder und ertragreicher als die Alternativen aus dem Ausland.
  • AR = Die SM enthält nur Sorten von ausdauerndem Englischem Raigras aus schweizerischer Züchtung, die besonders konkurrenzstark und frühreif sind.

Die Samenhandelsfirmen erweitern die SM-Codes je etwas anders. Je nach Firma wird der Kenn-Nummer der Firmenname oder das Firmenkürzel vorangestellt.

Für weitere nützliche Informationen und Vergleiche (nur in französischer und italienischer Sprache): 

► ADCF / AGRIDEA Fiche technique 9.2.9 «Equivalences aux mélanges standard»

Scheda tecnica APF-Agridea 9.2.9 «Miscele standard-equivalenti».

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