Kräuter

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Eisenhutblättriger Hahnenfuss

Ranunculus aconitifolius

Zusammenfassung

  • Futterbaulich geringwertiges bis wertloses Kraut. Gründe: Konkurrenzstarker Platzräuber, verunmöglicht insbesondere guten Futtergräser, sich zu etablieren und zu entwickeln.
  • Lässt sich mit einigem Aufwand zurückdrängen, wenn er sehr früh geschnitten wird. Damit wird die Samenproduktion unterbrochen und die Wurzel «ausgehungert».
  • Zeigerpflanze für feuchte bis nasse Verhältnisse in höheren Lagen, wo viele Nährstoffe vorhanden sind und spät genutzt wird.

Mehr Einzelheiten

Wuchs, Aussehen, Ausdauer

  • 30 – 60 cm hoch. Der aufrechte Stängel trägt auf seinen stark gespreizten Verzweigungen an den Enden viele Blüten.
  • Grundständige Blätter sind langgestielt, einteilig, aber 3- bis 7-mal so tief wie möglich eingeschnitten. Die Blattteile sind unregelmässig gesägt. Die Stängelblätter sind ähnlich geformt, aber ungestielt am Stängel sitzend.
  • Blüten weiss, Kelchblätter aussen meistens rötlich oder bläulich überlaufen. Eisenhutblättriger Hahnenfuss blüht vor allem im Frühling.
  • Bewurzelung: kurzer, dicker Wurzelstock mit vielen Sprosswurzeln.
  • Vermehrung: vorwiegend über Samen.
  • Ausdauernde Pflanze.

Standortansprüche, Vorkommen

  • Verbreitet im Berg- und Alpgebiet, auf feuchten, zeitweise vernässten, kalten, aber nährstoffreichen Standorten. Oft in Senken besiedelt er die nährstoffreichsten Stellen.
  • Meist in spät genutzten Wiesen und Weiden, von feuchten Goldhafer-Wiesen bis zu Dotterblumen-Wiesen, auch in Lägerfluren.

Bestandeslenkung, Zurückdrängen

  • Kann erfolgreich zurückgedrängt werden, wenn er zu Blühbeginn gemäht und dass Schnittgut möglichst abgeführt wird. Dadurch „hungert“ der Wurzelstock aus, die Pflanze wird schwach und geht ein.
  • Zu diesem frühen Zeitpunkt sind die dort vorhandenen Gräser noch kaum entwickelt und nehmen keinen Schaden.
  • Auf eine chemische Regulierung kann verzichtet werden.

Futterbaulicher Wert

  • Anders als bei anderen Hahnenfuss-Arten weist der Eisenhutblättrige Hahnenfuss nur einen geringen Gehalt am Giftstoff Ranunculin auf. Aus dieser Sicht verursacht er im Futter kein Problem.
  • Er entwickelt sich früh in der Vegetationsperiode, ist sehr konkurrenzstark, verdeckt und beschattet mit seinen grossen Blättern den ganzen Boden und verdrängt insbesondere alle guten Futtergräser. Der Flächenertrag ist schwach, die Bröckelverluste beim Trocknen hoch.
  • Fazit: aus futterbaulicher Sicht geringwertige bis wertlose Pflanze.

Ökologischer Wert

  • Die Pflanze wird ab und zu von spezifischen Blattkäfern nahezu kahl gefressen.

Zusätzliche Informationen

AGFF-Informationsblatt U12 „Hahnenfussarten in Wiesen und Weiden“.