Gräser

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Wuchsform der Gräser

Horstbildende Gräser

Horstgräser bilden durch Bestockung kräftige Horste im Pflanzenbestand und dichte Wurzelbüschel im Boden. Die Lebenszeit der einzelnen Horste ist meist nicht länger als zwei bis vier Jahre. Deshalb sind die Horstgräser zur Vermehrung auf regelmässiges Versamen angewiesen (generative Vermehrung).
Wiesen mit vielen horstbildenden Gräsern (z.B. Knaulgras, Italienisches Raigras, Fromental, Aufrechte Trespe) weisen keine dichte Pflanzendecke (Grasnarbe) auf. In den Lücken zwischen den Horsten siedeln sich meistens Lückenfüller an. Horstbildende Gräser sind typische Mähgräser. Sie eignen sich schlecht zum Beweiden.

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Rasenbildende Gräser

Rasengräser (z.B. Wiesenrispengras, Englisches Raigras, Ausläufer-Straussgras, Quecke, Gemeines Rispengras) verbreiten und vermehren sich mit Hilfe von ober- oder unterirdischen Kriechtrieben (vegetative Vermehrung). An diesen Seitentrieben können neue Pflanzen wachsen, die eigene Wurzeln bilden. Sie können sich von der Mutterpflanze lösen und selbständig weiterleben. Rasengräser sind für ihren Fortbestand also nicht auf Versamung angewiesen.
Rasenbildende Gräser (Ausnahme: Gemeines Rispengras) entwickeln dichte, trittfeste Pflanzendecken (Grasnarben), die mit Maschinen gut befahren werden können. Pflanzenbestände mit viel Rasengräsern lassen sich sehr gut beweiden. Durch den Verbiss und den Tritt wird die Bildung von Kriechtrieben noch angeregt.

Die Unterschiede zwischen Horstgräsern und Rasengräsern auf einen Blick: