RF: mähen, bearbeiten, einführen

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Vor dem Konservierungsschnitt

Übersicht

Bevor Sie mit dem Mähwerk zur Wiese fahren, um Futter zu schneiden zur Trocknung oder zum Silieren, sollten Sie einige Überlegungen zur Vorbereitung anstellen.

Arbeitsvorbereitungen

Wildtiere und Kleinlebewesen schonen

Kleinlebewesen schonen

Während Rehe, Hasen, Vögel und andere grössere Wildtiere in oder nahe der Wiese einigermassen gut – insbesondere mit technischen Hilfsmitteln - erkennbar sind, übersieht man dagegen Eidechsen, Frösche, Schmetterlingsraupen, Spinnen und Insekten im Lebensraum Wiese leicht. 
Aber diese Tiere haben einen hohen Nutzen in der Landwirtschaft: Sie bestäuben Pflanzen, fressen Schädlinge, verarbeiten abgestorbenes pflanzliches Material und üben zahlreiche andere Funktionen aus, welche für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität unabdingbar sind.
Es lohnt sich für Sie als Bewirtschafterin / Bewirtschafter des Graslandes zu dieser Fauna Sorge zu tragen!

Geeignete Schutzmassnahmen

  • Die Wiese am frühen Morgen oder am späten Abend mähen. Zu diesen Zeiten sind viele Kleinlebewesen weniger aktiv als in den wärmsten Stunden.
  • Einige Meter breite Grasstreifen am Rand und / oder im Innern der Parzelle ungemäht stehen lassen oder abwechselnd im nächsten Aufwuchs schneiden (Altgrasstreifen). Aus diesen Teilflächen heraus können die Kleinlebewesen die gesamte Wiese wieder besiedeln.
    Diese Massnahme ist auch im intensiv bewirtschafteten Grasland sinnvoll. Ersatzweise ist wenigstens darauf zu achten, dass nicht alle Parzellen in der näheren Umgebung gleichzeitig geschnitten werden.
    Für frisch angesäte Kunstwiesen im ersten Standjahr wird die Massnahme nicht empfohlen Verschlechterung des Pflanzenbestandes, «Magnet» für Mäuse.
  • Ähnlich wie zum Schutz der grösseren Wildtiere eröffnet das Schnittregime in der Parzelle «von innen nach aussen» auch mobilen Kleinlebewesen (z.B. Heuschrecken) eine Fluchtmöglichkeit.
  • Intensive Bearbeitungsgänge reduzieren die Überlebenschancen der Kleinfauna in der Wiese massiv. Am schonendsten arbeitet das Messerbalken-Mähwerk. Bei Rotationsmähwerken sind die Verluste deutlich höher, auch weil diese Geräte infolge der hohen Messergeschwindigkeiten eine Sogwirkung erzeugen und so die Kleinlebewesen in die Gefahrenzone saugen. Mähaufbereiter töten weitere Kleinlebewesen ab.
     

Weitere Einzelheiten und Empfehlungen: Website Schlaumaehen.ch/Tippsoder Broschüre Schlaumähen.

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