Wiesentypen

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Borstgras-Weide

Die Borstgras-Weide gehört zur Intensitätskategorie der Extensiv bewirtschafteten Bestände.

Wo der Boden im Berggebiet sauer und nährstoffarm ist, kommt sie verbreitet vor (Alpen und Voralpen), vereinzelt auch im Jura. Sie wird je nach Eignung meistens als Weide, selten als Mähwiese genutzt.
Die sogenannt «strenge» Ausbildung des Typs ist artenarm. Hier dominiert das dicht stehende Borstgras und das Futter ist von sehr geringer Qualität.
Weniger hohe Anteile an Borstgras, dafür mehr Kleearten und Futterkräuter machen die sogenannt «milde» Ausprägung für das Weidevieh schmackhaft und das Futter gehaltreicher.
Oft sind Borstgras-Bestände von hohem ökologischem Wert, also Kandidaten als Biodiversitätsförderflächen gemäss DZV.

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Typische Arten der Borstgras-Weide

  • Borstgras
  • Rotschwingel
  • Alpenklee
  • Bartglockenblume
  • Arnika
  • Schweizer Löwenzahn
  • Koch’scher Enzian
  • Berg-Nelkenwurz
  • verschiedene Orchideen
  • Heidekraut

 

Zusätzlich typische Zeigerarten für die sogenannt „milde“ Ausbildung der Borstgras-Weide:


Standortverhältnisse

  • Im oberen Berg- und im Alpgebiet, vereinzelt im Jura, ist die Borstgras-Weide auf sauren, nährstoffarmen Böden weit verbreitet.

Bewirtschaftung, Risiken

Borstgras-Bestände werden …

  • Als Weide oder seltener Mähwiese genutzt, zum Teil auch nur jedes zweite Jahr.
  • Bei früher Nutzung wird das Borstgras durch das Vieh weniger verschmäht.
  • Milde Borstgras-Weiden mit Klee und Kräutern können auf geeigneten Standorten zur Verbesserung der Futterqualität leicht mit Stallmist gedüngt werden. Dies fördert gute Futterpflanzen, hemmt jedoch seltene Arten.
  • Wenn als Biodiversitätsförderfläche im Sömmerungsgebiet angemeldet: Auflagen gemäss den Vorgaben DZV oder der Naturschutzvereinbarung einhalten.

Risiken:

  • Zu späte Nutzung führt zu einer Zunahme des Borstgrases.

Futter

  • Feldertrag: bis zu 15 dt TS/ha.
  • Die Futterqualität ist je nach Anteil Borstgras mässig bis schlecht.

Ökologischer Wert, Besonderes

  • Prüfen, ob der Bestand als Biodiversitätsförderfläche im Sömmerungsgebiet gemäss DZV die Anforderungen an die Qualitätsstufe II erfüllt oder für Naturschutzbeiträge in Frage kommt.

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