Wiesentypen

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Fromental-Wiese

Die Fromental-Wiese gehört zur Intensitätskategorie der Wenig intensiv bewirtschafteten Bestände.

Sie ist eine traditionelle, artenreiche Fettwiese für zwei bis drei Schnitte. Ihr Bestand bleibt dauerhaft stabil, wenn jedes Jahr ein später Heuschnitt erfolgt und nur zurückhaltend gedüngt wird. Mit zunehmender Höhenlage gehen die Fromental-Wiesen in die Goldhafer-Wiesen über und es kommen auch Übergangsbestände vor.
Das Heu der Fromental-Wiese weist infolge des späten Schnitts nur mässig gute Energie- und Proteingehalte auf. Der Futterwert der Emd-Schnitte ist deutlich höher. Im Heuaufwuchs findet sich meistens weit mehr als die Hälfte des Jahresertrags.
Auf tiefgründigen Böden mit grosser Nährstoff-Speicherkapazität ist das Potential von Fromental-Wiesen für eine grosse Artenvielfalt und damit für einen hohen ökologischen Wert nur gering, weil die vorhandenen Horstgräser zu konkurrenzfähig sind.

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Typische Arten der Fromental-Wiese

Zusätzlich typische Zeigerarten der Fromental-Wiese in trockenen Lagen:

Zusätzlich typische Zeigerarten der Fromental-Wiese in feuchten Lagen:

Zusätzlich typische Zeigerarten der Fromental-Wiese in höheren Lagen:

  • Frauenmantel
  • Waldstorchschnabel
  • Rote Waldnelke
  • Wald-Vergissmeinnicht

Standortverhältnisse

  • Tal- bis unteres Berggebiet (je nach Situation in Höhen bis 800 bzw. 1300 m ü.M.).

Bewirtschaftung, Risiken

Fromental-Wiesen sind und bleiben stabil bei …

  • Ausschliesslich Mähnutzung, evtl. Herbstweide,
  • 1. Nutzung ab Mitte Juni oder gemäss Vorgaben DZV,
  • Alle 2 – 3 Jahre versamen lassen durch Heubereitung (Samenreife Anfang bis Ende Juni),
  • Zurückhaltende Düngung, mit Vorteil in Form von Mist oder gemäss Vorgaben der DZV.

Risiken:

  • Überdüngung führt zur Verunkrautung.
  • Zu frühe Nutzung führt zu artenarmen Rumpfbeständen.

Futter

  • Feldertrag: 50 - 70 dt TS/ha.
  • Heuaufwuchs mit mässiger Qualität, Emd gut.

Ökologischer Wert, Besonderes

  • Geeignet als Biodiversitätsförderfläche gemäss DZV.
  • Prüfen, ob der Bestand die Anforderungen an die Qualitätsstufe II erfüllt oder für Naturschutzbeiträge in Frage kommt.

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