Wichtigste Konservierungsverfahren für Raufutter
Für das Konservieren von Raufutter stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
► das Trocknen,
► das Silieren,
► Was passt wo?
Trocknen
Durch die Trocknung wird den geschnittenen Pflanzen so viel Wasser entzogen, dass den am Futter haftenden Mikroorganismen davon nicht mehr ausreichend für ihre Stoffwechseltätigkeit zur Verfügung steht. Ihre Vermehrung ist verunmöglicht, das Futter verdirbt nicht und ist lagerfähig.
Die natürliche Trocknung auf dem Feld wird oft durch technische Massnahmen unterstützt:
- Durch Futteraufbereiter,
- Durch Wenden (Kreiseln) des Futters,
- Durch Belüften des Futters im Lagerraum mit natürlich warmer («kalter») Umgebungsluft oder durch zusätzlich erwärmte Luft,
- Durch künstliche Trocknung in einer Grastrocknungsanlage.
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Silieren
Bei tiefen pH-Werten, das heisst in saurer Umgebung, können sich die meisten Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Hefen), die natürlicherweise am Futter haften oder durch Verschmutzung ins Futter gelangen, nicht mehr oder nur noch gehemmt vermehren. Wichtige Ausnahme: Milchsäurebakterien.
Diese Tatsache wird bei der Silagebereitung ausgenutzt:
- Säuretolerante Milchsäurebakterien verwandeln den in den Pflanzen enthaltenen Zucker in Milchsäure um. Diese senkt den pH-Wert des Futters, macht das gelagerte Raufutter sauer und hemmt dadurch die Vermehrung der unerwünschten Mikroorganismen. Die fehlerfrei konservierte Silage wird dadurch stabil haltbar, bleibt lagerfähig, qualitativ hochstehend, schmackhaft und gut verdaulich.
- Dieser Prozess funktioniert allerdings nur, wenn beim Silieren kein Sauerstoff an das zu silierende Pflanzenmaterial kommt (anaerobe Verhältnisse) und so die Milchsäuregärung rasch und konkurrenzlos ablaufen kann. Ansonsten gewinnen unerwünschte sauerstoffbedürftige Mikroorganismen die Oberhand und verderben den gewünschten Siliererfolg.
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