Wiesentypen

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Streue-Wiese

Die Streue-Wiesen gehören zur Intensitätskategorie der Extensiv bewirtschafteten Bestände.

Sie kommen an dauernd nassen oder wechselnassen Standorten aller Höhenlagen vor. Je nach Lage weisen sie deutlich unterschiedliche botanische Zusammensetzungen auf. Sie werden nie gedüngt und mindestens jedes dritte Jahr sehr spät geschnitten wird. Das Schnittgut kann nur als Streue verwendet werden.
Alle drei Untertypen der Streue-Wiesen (Pfeifengras-Wiese, Davallseggen-Ried, Braunseggen-Ried) haben eine herausragende Bedeutung zur Erhaltung der Artenvielfalt, weil sie vielen seltenen Pflanzen und Tieren exklusiv als Lebensraum dienen. Sie erfüllen im Normalfall die Anforderungen an die Biodiversitätsförderflächen gemäss DZV der Qualitätsstufe II oder für Naturschutzbeiträge und sind in nationalen oder kantonalen Flachmoor-Inventaren verzeichnet.

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Untertyp Pfeifengras-Wiese: Typische Arten

  • Pfeifengras
  • Verschiedene Seggen
  • Sumpf-Schachtelhalm
  • Blutwurz
  • Verschiedene Orchideen
  • Schwalbenwurz-Enzian

Untertyp Davallseggen-Ried: Typische Arten

  • Davall-Segge
  • Breitblättriges Wollgras
  • Rasenbinse
  • Mehlprimel
  • Blutwurz
  • Sumpf-Schachtelhalm
  • Fettblatt-Arten
  • Moor-Enzian
  • Verschiedene Orchideen

Untertyp Braunseggen-Ried: Typische Arten

  • Braune Segge
  • Verschiedene Seggen
  • Rasenbinse
  • Schmalblättriges Wollgras
  • Blutwurz
  • Sumpf-Schachtelhalm
  • Sumpf-Veilchen

Mehr Einzelheiten, für alle Untertypen gültig


Standortverhältnisse

  • Tal- bis Alpgebiet.
  • Permanent nasser oder wechsel-nasser Standort, auf torfigem Untergrund.

Bewirtschaftung, Risiken

Streue-Wiesen bleiben erhalten und stabil, wenn …

  • Eine regelmässigen Mindest-«Nutzung» erfolgt: mindestens jedes dritte Jahr mähen
  • Der Schnitt erst im September oder gemäss spezifischen Vorgaben durchgeführt wird
  • Nie gedüngt und ein Nährstoffeintrag aus angrenzenden Flächen vermieden wird.

 

Risiken:

  • Zu frühe Nutzung führt zur Abnahme seltener Arten.
  • Nährstoffeintrag führt zur Abnahme seltener Arten und zur Zunahme von Hochstauden.
  • Ohne Nutzung verbuschen diese Flächen.

Futter

  • Das Schnittgut weist eine so tiefe Futterqualität auf, dass es nur als Streue genutzt werden kann.
  • Im Alpgebiet werden Flachmoore bei Futtermangel infolge Trockenheit auch beweidet.

Ökologischer Wert, Besonderes

  • Prädestiniert als Biodiversitätsförderfläche gemäss DZV der Qualitätsstufe II.
  • Prüfen, ob sie für zusätzliche Naturschutzbeiträge in Frage kommt.

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