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Vogelwicke

Vicia cracca

Zusammenfassung

  • Blauviolett blühende, wertvolle und anspruchsarme Futterleguminose. Auffällige Ranke.
  • Ausdauernd in den wenig intensiven Naturwiesen aller Höhenstufen, auch in Äckern und Hecken.
  • Wird in Mischungen für Blumenreiche Heuwiesen verwendet.
  • Indikatorart in gewissen Biodiversitätsflächen für die Qualitätsstufe II. Nahrungsquelle für Wildbienen und Widderchen.

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Wuchs, Aussehen

  • Lange unterirdische Kriechtriebe, bilden ein dichtes Geflecht.
  • Stängel niederliegend bzw. steigt kletternd auf. Verzweigt, kann sehr lang / hoch werden.
  • Die Blätter sind vielpaarig gefiedert, weisen 8 – 12 Teilblättchen-Paare auf, an der Blattspitze eine Ranke (≠ Esparsette).
  • Teilblättchen länglich-oval, lang und sehr schmal (≠ Zaunwicke), nur 2 – 3 Nervenpaare pro Blättchen.
  • Blüten blauviolett, hängend. Langstielige Blütentrauben mit sehr vielen Blüten (≠ Zaunwicke).
  • Blüht im Sommer. Reife Hülsen sind dunkelgrün (≠ Zaunwicke).

Ausdauer, Entwicklung

  • Ausdauernd.

Standortansprüche, Vorkommen

  • Tal- bis unteres Alpgebiet.
  • Verbreitet auf trockenen bis feuchten Standorten, schätzt mässig nährstoffreiche Böden und warme Lagen.
  • Meist in wenig intensiv genutzten Mähwiesen, auch in Riedwiesen oder Äckern.

Bewirtschaftung, Bestandeslenkung

  • Schätzt wenig intensive Schnittnutzung und mässige Mistdüngung.
  • Häufige Nutzung und / oder Gülle bzw. Stickstoffdüngung drängen die Vogelwicke zurück.

Futterbaulicher Wert

  • Wertvolle, eiweissreiche Futterpflanze.
  • Wächst im 2. Aufwuchs nur noch schwach.

Ökologischer Wert

  • Indikatorart in Biodiversitätsflächen mit mittlerem biologischem Potential (gemäss DZV, Weisungen Anhang 4) für die Qualitätsstufe II (nur Alpennordseite).
  • Pollenpflanze für Wildbienen-Arten. Raupennahrung für Widderchen.

Verwendung in Mischungen

  • Vogelwicke ist in Mischungen für Blumenreiche Heuwiesen zu finden.
  • Es kommen Handelssorten zum Einsatz.

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