Futter zetten, wenden und schwaden
Schnittgut zetten und wenden
Mit dem gleichmässigen Verteilen des Schnittgutes nach dem Mähen auf der gesamten Bodenfläche (Zetten) wird möglichst viel Futter gut besonnt. Dadurch entweicht rasch Wasser aus den Pflanzen in die Luft, der Abtrocknungsprozess startet früher und besser als bei nicht gezettetem Schnittgut.
Beim zweiten – und bei Bedarf – weiteren ähnlichen Arbeitsvorgängen (Wenden) werden die noch feuchteren Futterschichten nahe am Boden zur besseren Trocknung an die Oberfläche befördert.
Der Kreiselheuer ist das am häufigsten für diese Arbeitsgänge eingesetzte Gerät.
Wie häufig zetten und wenden?
- Für Anwelksilage genügt oft ein einziger Arbeitsgang, weil das Erntegut in noch relativ feuchtem Zustand ( ~40%TS) eingeführt werden kann.
Dürrfutter braucht, je nach dem, bei welchem TS-Gehalt eingeführt werden soll, zwei bis drei Durchgänge. Die Bereitung von Bodenheu meistens mehr. - Wurde mit dem Futteraufbereiter und / oder einem Breitverteiler am Mähwerk gearbeitet, kann man oft auf einen oder sogar zwei Durchgänge mit dem Kreiselheuer verzichten.
- Je feuchter der Boden und / oder das Schnittgut ist, umso öfter muss gewendet werden.
- Bei unsicherem Wetter kann es sich lohnen, besonders häufig zu wenden, damit man das Futter vor dem Regen einführen kann.
Entscheidungshilfe: Es lohnt sich zu wenden, wenn die obere Futterschicht deutlich trockener ist als die untere.
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Tipps!
- Am Gerät die Neigung der Kreisel, die Stellung der Zinken und besonders die Arbeitstiefe optimal einstellen. Die Zinken sollen möglichst alles Futter erfassen, aber sicher nicht die Pflanzendecke aufkratzen und beschädigen.
Ein gut eingestellter Kreiselheuer verursacht keine (lauten) Kratz- und / oder Schlaggeräusche. - Die erste Bearbeitung (Zetten) erfolgt möglichst unmittelbar nach dem Mähen, mit geringer Geschwindigkeit (~5 - 8 km/h) und hoher Tourenzahl (500 – 540 U/min). Sie muss besonders exakt erfolgen (keine Futterhaufen!), um ein gleichmässiges Abtrocknen zu ermöglichen.
- Bei den folgenden Durchgängen (Wenden) ⇒ schneller fahren und die Drehzahl senken. Je trockener das Erntegut, umso anfälliger wird es auf Bröckelverluste → Intensität der Bearbeitung senken.
Der letzte Durchgang mit dem Kreiselheuer verursacht die höchsten Bröckelverluste.
Erntegut schwaden
Ist der Trocknungsvorgang so weit fortgeschritten, dass das Erntegut eingeführt werden kann, muss es mit einem geeigneten Arbeitsschritt (Schwaden) für das Fahrzeug mit dem Ladegerät vorbereitet werden.
Zum Schwaden werden meistens Kreiselschwader oder Bandrechen eingesetzt.
In Steillagen kommen neben den althergebrachten Handwerkzeugen (Rechen) heute verbreitet auch Laubbläser und Twister / Heuschieber zur effizienteren Arbeitserledigung zum Zug.
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Tipps!
- Der Schwader soll weder zu hoch noch zu tief eingestellt sein:
- Läuft er zu hoch, bleibt Futter liegen
- Läuft er zu tief, kann Erntegut verschmutzt und die Pflanzendecke geschädigt werden.
- Je breiter das Gerät, umso schwieriger wird die exakte Anpassung an die (unebene) Bodenoberfläche ⇒ mehr Futterverschmutzung und Verluste.
- Das Erntegut trocknet an den Schwaden noch etwas nach. Wenn Sie das Schwaden 1 – 2 Stunden vor dem Einführen durchführen, können Sie Bröckelverluste reduzieren.
- Das Schwaden des Futters kann zur Vermeidung von Arbeitsengpässen in überbetrieblicher Zusammenarbeit durchgeführt werden.